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Presseberichte und Auszeichnungen

Verleihung Ehrennadel

Der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung verlieh am 06. November 2023 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Hans Kurt Hussong (rechts im Bild) und Richard Linz für herausragendes ehrenamtliches Engagement. Herzlichen Glückwunsch an die beiden Fürther für diese hochverdiente Auszeichnung!

Hilfe für Greifvögel in Not

Dr. R. Hussong mit Turmfalke

Blauer Kurier, 43. Jahrgang, 10.05. - 23.05.2023

Tina Sax sprach mit Tierarzt Dr. Rainer Hussong, der zusammen mit seinem Vater, Hans Kurt Hussong, Auffangstationen für verletzte Greifvögel und Eulen in Oberfürberg und Weiherhof betreibt.

Blauer Kurier: Seit wann sorgen Sie sich um verletzte Tiere und wie kam es dazu?
Dr. Rainer Hussong: Seit 40 Jahren! Was mit wenigen Vögeln im Privatgarten begann, wurde ab 2004 in ein gepachtetes Grundstück verlegt. Als Jäger, Falkner und Tierarzt lag mir das Wohl der Greifvögel und Eulen schon immer am Herzen. Die Leidenschaft habe ich von meinem Vater „geerbt“.
BK: Wer bringt Ihnen die verwundeten Tiere, eher Förster und Feuerwehr oder Spaziergängerinnen und Spaziergänger?
Dr. RH: Die „Patienten“ werden uns von Privatpersonen, Polizei, Feuerwehr, Tierschutzorganisationen und Tierärzten gebracht. Unser Einzugsgebiet ist ganz Franken und darüber hinaus. Auch unterstützen wir beim Anbringen von Nisthilfen und bei der Rettung von Jungvögeln.
BK: Wie viele der Vögel konnten Sie in den letzten Jahren gesund pflegen und bestenfalls auch wieder in die Freiheit entlassen?
Dr. RH: Wir haben 2021 die Grenze von 1.000 aufgenommenen Greifvögeln und Eulen überschritten. Ca. 50 % konnten wieder in die Natur entlassen werden, hierfür ist eine sehr aufwendige Reha nötig.
BK: Eine Auffangstation zu betreiben, ist bestimmt mit erheblichen Kosten verbunden. Wie können Sie das finanzieren und kann man Sie mit Spenden oder Patenschaften unterstützen?
Dr. RH: Als private Einrichtung werden die jährlichen Kosten in Höhe von ca. 15.000 € von mir und meinem Vater getragen, also für Futter, Medikamente, Unterbringung usw. Aus diesem Grund sind wir für jeden € Unterstützung dankbar. Eine Spendenquittung ist möglich. Auf unserer Homepage www.greifvogel-auffangstation.de gibt es einen „Paypal- Button“, um einfach und schnell spenden zu können und unsere Kontonummer findet sich hier natürlich auch. Patenschaften werden ebenfalls vergeben. Vielen Dank!

Rettung in luftiger Höhe

Feuerwehr und Falkner Kurt Hussong schafften es, den bei seinem Flugversuch abgestürzten Jungfalken zu retten. NN · Fotos: © Dr. Stefan Böger/Regierung von Mittelfranken

Junger Falke abgestürzt: Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz auf der Nürnberger Burg
Artikel in den Nürnberger Nachrichten von Isabel Kreckel am 9.5.2023

Nürnberg - Ein junger Wanderfalke hat in Nürnberg Feuerwehr, Bürger und Falkner in Aufruhr versetzt. Die Retter gaben alles, um das Jungtier aus seiner misslichen Lage auf der Nürnberger Burg zu retten.

Schon seit zehn Jahren wird der Sinwellturm der Kaiserburg immer wieder zur Brutstätte für Wanderfalken. Am vergangenen Sonntag, 7. Mai, aber gab es einen Schreckensmoment im Nest der jungen Wanderfalken, die seit gut einem Monat im Turm heranwachsen. Schon bald werden sie flügge sein und den Horst verlassen. Zuvor aber muss jeder kleine Falke erst einmal das Fliegen lernen.  

Einer der vier Jungvögel hat sich jetzt wohl etwas zu früh an die ersten Flugübungen herangewagt und ist dabei gescheitert. Er ist abgestürzt und auf dem nächsten Dach gelandet.   Laut Stefan Böger, der bei der Regierung von Mittelfranken das Projekt „Lebensraum Burg“ betreut, kam der erste Flugversuch des Falken gut eine Woche zu früh. 

Da man den Alltag der Wanderfalken auf der Internetseite https://lebensraum-burg.de/Wanderfalke/Webcam mittels einer Webcam live mitverfolgen kann, gingen sofort zahlreiche Meldungen besorgter Zuschauer ein. Dass plötzlich nur noch drei Jungtiere im Nest saßen, hat viele von ihnen in Aufregung versetzt.

Kurzerhand ist die Feuerwehr gemeinsam mit dem professionellen Falkner Kurt Hussong ausgerückt. Dieser kennt die Griffe und Herangehensweise, um das Tier unverletzt retten zu können. Mithilfe einer Drehleiter konnte die Feuerwehr zu dem kleinen Vogel gelangen. 

Der Falke hatte Glück im Unglück: Er saß nah an der Kante und war somit recht einfach zu erreichen. Selbstständig wäre er nicht in der Lage gewesen, zu seinen Geschwistern zurückzukehren.   In der Regel werden die Jungen zwar auch von den Eltern versorgt, wenn sie an die Brutstätte versehentlich zu früh verlassen und an anderer Stelle sitzen - die Lage auf dem Dach wäre hier aber ein Risiko gewesen, schildert Böger.  

Während der Falke wieder ins Nest gesetzt wurde, bestand kurzzeitig noch die Gefahr, dass einer der anderen Jungvögel durch die offene Tür herausspringt. Letztendlich ist aber alles gut gegangen und der neugierige Wanderfalke wurde sicher nach Hause gebracht. 

Die Wanderfalken auf St. Rochus

Junger Turmfalke von St. Rochus beim Beringen

Artikel in „Meine Kirche“, Gemeindebrief St. Rochus, Zirndorf, im Mai 2023

Seit mehreren Jahren brüten Wanderfalken auf dem Turm von St. Rochus in Zirndorf. Noch vor wenigen Jahren war diese Vogelart weltweit vom Aussterben bedroht. Bis zum Verbot verschiedener Umweltgifte wie z.B. DDT war der Bestand in Deutschland auf wenige Paare geschrumpft. Durch den Schutz der letzten Brutplätze, die Zucht und Auswilderung durch Falkner hat sich der Bestand wieder gut erholt.

Auf St. Rochus sind in den letzten Jahren sieben junge Falken aufgewachsen und ausgeflogen. Zwei von ihnen hatten Startschwierigkeiten und mussten nach Notlandung auf der Straße wieder auf den Turm gebracht bzw. als Bruchpiloten, wie auch von Nürnberger oder anderen Brutplätzen nach Aufnahme in der Greifvogel-Auffangstation Hussong in Fürth von dort für das Überleben in der Natur trainiert werden.

In diesem Jahr hat das Falkenpaar wieder vier Eier gelegt und aus diesen werden in den nächsten Tagen nach einer Brutzeit von 31-33 Tagen die Küken schlüpfen. Nach einer Nestlingszeit von ca. vier Wochen werden sie ausfliegen. Sollte wieder eines der Jungen auf der Straße landen, bitte umgehend das Pfarramt (0911 60 61 71) oder Herrn Hussong (0172 16 94 432) verständigen, damit der Falke gerettet werden kann.

Kurt Hussong

Fürth INFÜ · 14.09.2022 · Foto: Geßner
Fürth INFÜ · 14.09.2022 · Foto: Geßner Artikel: Wichtige Begleitung auf dem Weg zurück zur Natur
Fürth Stadt & Land · 16.08.2022 · Thomas Scherer
Fürth Stadt & Land · 16.08.2022 · Thomas Scherer Artikel: Der „Falkenpapst“ sucht einen Nachfolger
Nürnberger Land · 05.08.2021 · Antonia Kourtides
Nürnberger Land · 05.08.2021 · Antonia Kourtides Artikel: Zum Abschied fließt Blut
Markt Feucht vom 04.08.2021
Markt Feucht vom 04.08.2021 Artikel: Margarete ist wieder zu Hause
Fürther Nachrichten, Artikel vom 11.6.2021:
Fürther Nachrichten, Artikel vom 11.6.2021:

Fürther Nachrichten, Artikel vom 11.6.2021:
Hans Kurt Hussong angefragt · Foto Hans-Joachim Winckler

Die beiden Preisträger Dr. Rainer Hussong und dessen Vater Kurt Hussong. (Quelle: Neuner/DJV)

Deutscher Tierschutzbund zeichnet Jäger und Falkner aus
23. Oktober 2020 (DJV/DFO) Berlin/Fürth

Mit der Verleihung des 16. Tierschutzpreises würdigt der Deutsche Tierschutzbund die vorbildliche Tierschutzarbeit von Jägern und Falknern. DFO und DJV begrüßen die Anerkennung.

Der Deutsche Tierschutzbund hat die Auffangstation für Greifvögel und Eulen im bayerischen Fürth unter Leitung von Tierarzt Dr. Rainer Hussong und dessen Vater Kurt Hussong ausgezeichnet für "gelebten, praktischen Tierschutz". Beide sind passionierte Jäger und Falkner. Deutscher Falkenorden (DFO) und Deutscher Jagdverband (DJV) gratulieren den Preisträgern und unterstützen die Station mit weiteren 1.000 Euro.

Über 700 Greifvogel- und Eulenpatienten hat Familie Hussong in den vergangenen 20 Jahren gepflegt und größtenteils auswildern können. Maßgeblich hierfür sind falknerisches Wissen und Vorbereitung der Patienten. "Arten wie Sperber, Wanderfalke oder Habicht sind Hochleistungssportler und benötigen für ein zweites Leben in Freiheit ein richtiges Aufbautraining durch Falkner", so DFO-Präsidentin Elisabeth Leix. "Der Preis erkennt den hohen Grad an Professionalität im Bereich des Tierschutzes durch Falkner und Jäger an", sagt DJV-Präsident Dr. Volker Böhning. Auswilderungsmethoden wie Geschwisterprägung - die Aufzucht von Jungvögeln unter gleichaltrigen Artgenossen - oder kontrollierter Wildflug entstammen der Falknerei. Neben Horstbewachung waren diese Methoden Garant für die Rettung des Wanderfalken in Deutschland. Dieser war durch Pestizid-Einsatz in den 1950er Jahren nahezu ausgestorben.

Mehr unter Deutscher Jadgverband – gemeinsam für Wild, Jagd und Natur
Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist der Dachverband der 15 Landesjagdverbände (ausgenommen Bayern) mit rund 250.000 Jägern.
Seine Aufgabe ist der Erhalt, die zukunftsgewandte Weiterentwicklung und der Schutz von Wild, Jagd und Natur.

Fürther Nachrichten, 21. Oktober 2020, Artikel:
Fürther Nachrichten, 21. Oktober 2020, Artikel: Zwei Preise für die Vogelretter, Foto: Hans-Joachim Winkler

Deutscher Tierschutzpreis 2020

Hans Kurt Hussong mit einem Greifvogel © BR

für Greifvogelauffangstation Fürth

BR24 vom 19.10.2020, Artikel:
Verletzte Greifvögel finden hier Schutz und Zuflucht: bei Vater und Sohn Hussong, die in Fürth die Greifvogelauffangstation betreiben.
Für ihr Engagement sind sie mit dem Deutschen Tierschutzpreis ausgezeichnet worden.

Für ihren Einsatz für das Wohl von rund 800 Tieren während der vergangenen fast 20 Jahre hat die Greifvogelauffangstation Fürth den Deutschen Tierschutzpreis erhalten. Sie belegte den dritten Platz und ist der einzige Gewinner aus Bayern, teilt der Deutsche Tierschutzbund mit, der diesen Preis vergibt.

Hans Kurt Hussong mit seinem Sohn Rainer © BR

Mehr als 100 Vögel in diesem Jahr

Seit 2001 nimmt die Auffangstation von Hans Kurt Hussong und seinem Sohn Rainer Hussong Greifvögel und Eulen auf. Allein in diesem Jahr nahmen die beiden mehr als 100 Vögel in ihre Obhut, erzählt Hans Kurt Hussong dem BR. Nach erfolgreicher Behandlung werden die Tiere wieder ausgewildert. Zu schwache Vögel bleiben in der Auffangstation und werden weitergepflegt.

Auffangstation wird größtenteils selbst finanziert

Das Personal besteht aus Vater und Sohn, und auch die Kosten tragen die beiden zum größten Teil selbst. Von circa 20.000 Euro pro Jahr werden nur 1.000 bis 2.000 Euro über Spendengelder finanziert. Hans Kurt Hussong beschäftigt sich seit 65 Jahren mit Greifvögeln, Rainer Hussong übernahm die Leidenschaft und machte sie zum Beruf – er ist Tierarzt.

Video Tierschutzbund TV:
Video Tierschutzbund TV: Verbandspräsident Thomas Schröder gratuliert den Drittplatzierten des Deutschen Tierschutzpreis 2020 mit einer digitalen Grußbotschaft.

Die beiden halten außerdem Vorträge und geben Führungen rund um das Thema und die Problematik mit Greifvögeln in der Natur. Damit würden sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Greifvögel und allgemein zum Artenschutz leisten, heißt es vom Tierschutzbund.

Geld wird in Gehege gesteckt

Mit dem Preisgeld (1.000 Euro) sollen die aktuellen Gehege erneuert werden, teilt Hans Kurt Hussong mit. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr keine Preisverleihung für den Deutschen Tierschutzpreis in Berlin. Die Preisträger wurden stattdessen mit einer Videobotschaft über ihre Platzierung informiert.

Auszeichnung "Helping Vets 2020" erhalten

Die Firma Heel Veterinär honoriert jährlich Tierschutzprojekte. Im Rahmen der traditionellen Unternehmes-Initiative Helping Vets werden drei Tierschutzorganisationen für ihren gemeinnützigen Einsatz ausgezeichnet und mit jeweils € 2.000 unterstützt. In diesem Jahr wurde auch unsere Auffang- und Pflegestation für Greifvögel und Eulen für eine Preisvergabe nominiert. Wir danken für die Anerkennung und hoffen, dass unser Engagement dadurch bekannter wird und sich durch die Aktion vielleicht weitere Spender finden, die uns langfristig unterstützen. Auch suchen wir personelle Unterstützung! Das Preisgeld wird in den Neubau einer Voliere fließen. Mein besonderer Dank gilt Frau Dr. Elke Spengler-Wieber und Apothekerin Margit Schlenk, die unsere Auffang- und Pflegestation für die Nominierung bei Heel Helping Vets vorgeschlagen haben.

Danke für Spende der Manfred-Roth-Stiftung!

fn vom 09. September 2020: Die Greifvogelauffang- und Pflegestation von Tierarzt Dr. Rainer Hussong und dessen Vater Hans Kurt mit Sitz in Fürth und Schwarzenbruck freut sich über eine Spende über 10000 Euro der Manfred-Roth-Stiftung. Bereits im Mai hatte sie die Arbeit der beiden Tierfreunde mit 5000 Euro unterstützt. Bei der Übergabe zeigte Rainer Hussong, wie die Fütterung von Jungvöglen per Hand funktioniert. Seit der Gründung im Jahr 2001 haben die Helfer 797 Vögel gerettet, gepflegt und wieder aufgepäppelt. Schon mehr als 30 Vogelarten fanden dort zeitweise Zuflucht. "Die Artenvielfalt in unseren Lüften ist schützenswert, das machen Rainer und Hans Kurt Hussong seit Jahren deutlich", betont Wilhelm Polster, Vorstand der Manfred-Roth-Stiftung, der zusammen mit Klaus Teichmann begeistert der Jungfalkenfütterung beiwohnte. Foto: Manfred-Roth-Stiftung

  • Spendenübergabe der Manfred-Roth-Stiftung an die Auffangstation...

  • ... im September 2020, die wir für die Rahabilitation und Pflege...

  • ... von Greifvögeln und Eulen verwenden werden.

  • "Die Artenvielfalt in unseren Lüften ist schützenswert", betont Wilhelm Polster, Vorstand der Manfred-Roth-Stiftung.

Gemeindeinformation St. Rochus im Juni 2020:
Gemeindeinformation St. Rochus im Juni 2020: Bruterfolg am Turm von St. Rochus – Falken im Blick

Helping Vets Nominierung

für die Greifvogelauffang- und Pflegestation Hussong in Fürth

Greifvögel sind schnelle Flieger – der Wanderfalke etwa erreicht im Sturzflug Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Bei Jagdflügen kommt es daher immer wieder vor, dass die Tiere verunglücken. Die Bruchlandungen werden häufig durch Hindernisse wie Fensterscheiben, Zäune oder Windschutzscheiben verursacht, die zu teils schwerwiegenden Verletzungen führen können. Tierarzt Dr. Rainer Hussong und Vater Hans Kurt Hussong, beide begeisterte Falkner, Vogel- sowie Tierschützer aus Leidenschaft, haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich verletzter Greifvögel und Eulen anzunehmen. 2001 gründeten sie dazu die Greifvogelauffang- und Pflegestation in Fürth, die dem Deutschen Falkenorden (DFO) angeschlossen ist. „Was zunächst mit zwei bis drei Tieren pro Jahr begonnen hat, beläuft sich mittlerweile auf insgesamt fast 900 Patienten, die wir über die Jahre hinweg aufgenommen haben“, sagt Rainer Hussong. Die Fundvögel stammen überwiegend aus dem Großraum Nürnberg–Fürth–Erlangen und werden zum Teil aber auch aus weit entfernten Gebieten in die Station gebracht. Bei den Tieren handelt es sich zum großen Teil um Turmfalken und Mäusebussarde, aber auch um Wanderfalken, Sperber, Habichte, Käuze und Eulen, die häufig in der Praxis von Dr. Hussong oder bei ihm zuhause abgegeben werden. Die zumeist verletzen Tiere werden von Dr. Hussong untersucht, medizinisch versorgt und in der Regel stationär gepflegt. „Erfreulicherweise können etwa die Hälfte der Tiere anschließend wieder in die freie Wildbahn entlassen werden“, berichtet Rainer Hussong. Liegt jedoch ein Bruch des Flügels vor, könne dieser zwar operativ repariert werden, für die Natur sind derartige Patienten jedoch meist verloren. „Bei uns finden sie dann ein langfristiges Zuhause und können als Ammen für Jungvögel oder auch für die Zucht zur Wiederausbürgerung der Nachkommen dienen“, erklärt Hans Kurt Hussong.

Neben der Versorgung verletzter Vögel und Eulen sowie der Aufzucht von Jungtieren umfasst die Arbeit der Station viele weitere Aufgaben – etwa das Anbringen von Nisthilfen sowie die Schaffung und Überwachung natürlicher und künstlicher Horste. Ein besonderes Highlight der Arbeit stelle aber die fachgerechte Auswilderung der genesenen Tiere mittels falknerischen Methoden dar, so Hans Kurt Hussong.
„Die jährlichen Kosten für Futter, Unterbringung, Medikamente und Volieren belaufen sich auf rund 20.000 Euro im Jahr“, sagt Rainer Hussong. Knapp 2.000 Euro davon können bislang durch Spenden abgedeckt werden, den verbleibenden Großteil finanzieren Rainer und Hans Kurt Hussong aus eigener Tasche. Die größte Herausforderung sieht der Tierarzt allerdings in der Personalfrage: „Da mein Vater nächstes Jahr seinen achzigsten Geburtstag feiert, wäre ein Mitarbeiter dringend erwünscht, um die Station erhalten zu können“, sagt Rainer Hussong. Sein großer Wunsch für die Zukunft sei folglich, zeitnah einen Mitarbeiter zu finden, der die nötige Zeit und das Herzblut mitbringt, sich für den Erhalt der Greifvogelauffang- und Pflegestation einzusetzen, sich für das Wohl der Vögel engagiert und die Anlage eventuell später übernimmt.
Das Preisgeld der Auszeichnung HelpingVets werden die beiden Vogelschützer in die bestehenden Volieren investieren. „Diese müssen immer wieder erweitert, erneuert oder ausgebessert werden, daher freuen wir uns sehr über die finanzielle Unterstützung durch das Projekt“, so Rainer Hussong.

Wochenend-Zeitung Blitz im August 2019
Wochenend-Zeitung Blitz im August 2019 Artikel: In einigen Tagen macht der Falkner die Voliere wieder auf, Fotos: Alisa Müller

Auszeichnung "Grüner Engel" in Bayern

Aus Anlass des "Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011" wurde erstmalig die Auszeichnung "Grüner Engel " vergeben. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Ehrennadel.
Die spezielle Ehrung erfolgt für vorbildliche Leistungen und langjähriges, nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement im Umweltbereich.

Aushändigung am 26.11.2015, von Staatsministerin Ulrike Scharf an Hans Kurt Hussong

Laudatio für Hans Kurt Hussong am 26.11.2015
Seit dem Jahr 1968 engagiert er sich ehrenamtlich für Falken. In dieser Zeit nahm er die Aufgaben aus verschiedenen Ämtern wahr, wie den Vorsitz des Landesverbandes Bayern des Deutschen Falkenordens, oder des stellvertretenden Geschäftsführers des Deutschen Falkenordens sowie des Obmanns für Greifvogelzucht des Deutschen Falkenordens. Zusammen mit seinem Sohn gründete er im Jahr 2001 eine Auffangstation für Greifvögel und Eulen in Fürth. In den ersten 12 Jahren ihres Bestehens wurden dort über 360 Vögel versorgt und gepflegt. Dank seiner Initiative konnten in Fürth zwei Kirchtürme zu artgerechten Brutplätzen ausgebaut werden, die regelmäßig von Wanderfalken genutzt werden.

Blauer Kurier vom 25.11.2015
Blauer Kurier vom 25.11.2015 Artikel: Das Hospital für große Wildvögel von Vater und Sohn Hussong

Sturmschaden an der Auffangstation!

Im Juli 2013 wurden bei einem heftigen Sturm Teile der Auffangstation schwer beschädigt. Mehrere Äste, darunter einer mit 40 cm Durchmesser, schlug aus einer Höhe von ca. 10 m auf der Dachkonstruktion auf. Die Wucht war so groß, dass mehrere Balken brachen und Teile des Astes bis in den Innenraum der Voliere eindrangen. Zum Glück wurden keine Insassen verletzt und kamen mit einem großen Schrecken davon! Bis die Reparatur abgeschlossen ist, müssen die gefiederten Gäste und Patienten in Behelfsunterkünften untergebracht werden.